Fotocredit ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit
Die Grundidee zu diesem Projekt ist mir eines Tages gekommen, als mir eine junge muslimische Frau erzählt hat, dass sie in Feldbach auf der Straße beschimpft wurde und alle haben weggeschaut.Ich möchte nicht wegschauen -- sondern mit dem Projekt 8UNG FÜR ALLE einladen gemeinsam hinzuschauen! Damit wir für die Zukunft das Positive eine diversen Gesellschaft erkennen können und stolz sind auf die gesellschaftliche Vielfalt, in der wir Leben! Wegschauen und sich ducken bereitet den Weg für Ausgrenzung und Gewalt – genau das Gegenteil möchte ich mit diesem Projekt erreichen: Menschen die aufstehen, ihre Stimme erheben und Zivilcourage zeigen!
Cornelia Schweiner, Konzeption Projektwoche „8UNG FÜR ALLE“ und inhaltliche Projektleiterin
„Ein Satz im Manifest „Starker ländlicher Raum“ ist mir wichtig: „ Der ländliche Raum ist stolz auf seinen großen kulturellen Reichtum. Seine starken christlichen Wurzeln, aber auch seine Bereitschaft, das Fremde und das Neue zuzulassen, schaffen einen Humus der Offenheit.“ Die Arbeit in der Bezirkshauptmannschaft bringt uns fast täglich in Kontakt mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen und hier sind es wiederum Kinder und Jugendliche, deren Schicksale uns auch bei professioneller Einstellung zu Herzen gehen. Junge Menschen aus anderen Kulturen, oftmals in zweiter Generation, in Österreich geboren und österreichische Staatsbürger, leben oft in einem Zwiespalt und wissen nicht wohin sie gehören. Wir wollen in der ersten Fastenwoche etwas genauer hinschauen, aufeinander zugehen, einander kennen lernen, miteinander reden, in den Kindergärten, in den Schulen, in den Kirchen, beim Kabarett, beim Konzert, bei Diskussionen und Vorträgen. Interessiert, neugierig, respektvoll, freundlich, selbstbewusst. Ich danke allen die mittun.“
Dr. Wilhelm Plauder, Bezirkshauptmann Feldbach
Vor dem Hintergrund eines erweiterten Europas und neuer gesellschaftlicher und kultureller Impulse aus den neuen Mitgliedstaaten gewinnen Toleranz, Respekt und Verantwortung im Umgang miteinander für die persönliche Lebensgestaltung und eine positive Zukunft unserer Gesellschaft immer größere Bedeutung. Im Rahmen der thematischen Schwerpunktsetzung der nachhaltigen Regionalentwicklung des Steirisches Vulkanlandes sind Offenheit und Respekt im Miteinander und in der Begegnung mit fremden Kulturen auch wesentliche Säulen des nachhaltigen Handelns.
LAbg. Josef Ober, Obmann des Vereins zur Förderung des Steirischen Vulkanlandes
Heterogenität ist ein wesentliches Merkmal unserer Gesellschaft. Damit dennoch ein friedliches Zusammenleben möglich ist, sind Grundwerte wie Respekt und Toleranz unverzichtbar. Das Projekt "8UNG FÜR ALLE" will in der Region Feldbach das Positive der Unterschiedlichkeiten in den Vordergrund heben. An den Rand gedrängte Gruppen sollen nicht diskriminiert oder ausgegrenzt werden, sondern selbst bestimmt und willkommen ihren Platz in der Gesellschaft finden. Integration bedeutet mehr als ein bloßes Nebeneinander von Kulturen oder gesellschaftlichen Gruppen. Vielmehr geht es um ein beidseitiges Aufeinander zugehen mit dem Bewusstsein, dass beide Seiten positiv bereichert werden. Alles Gute!
LH-Stv. Kurt Flecker
Als Jugendlandesrätin liegt mir das Projekt 8ung für ALLE sehr am Herzen. Eine Woche lang stehen im Rahmen dieses Projektes Respekt und Toleranz im Mittelpunkt und es wird ein weiterer Grundstein dafür gelegt, dass diese Werte in unserm Alltag nach und nach zur Selbstverständlichkeit werden. Ein Vielklang sichtbarer und unsichtbarer Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Menschen kann letztendlich für jeden von uns gewinnbringend sein. Ein wesentlicher Auftrag für die Zukunft des gesellschaftlichen Zusammenlebens wird es sein, Integration als Chance zu sehen, Integration zu leben und Integration bewusst zu machen! An dieser Stelle danke ich daher allen Verantwortlichen für ihr beherztes Engagement in dieser so wichtigen Frage!
Dr.in Bettina Vollath, Landesrätin für Jugend, Frauen und Bildung














