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Der Hund
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Der Hund gehört zu den treuesten Begleitern des Menschen. Mit dem Hund "Gassi gehen" oder "Eißerl gehen" heißt, mit ihm spazieren zu gehen. Der Hund soll dabei folgsam sein und auf die Anordnungen von Herrl oder Frauerl hören und reagieren. Bei "Fuß" kommt der Hund heran, bei "Sitz" sitzt er, bei "mach Manderl" sitzt er und hebt die Vorderpfoten, bei "Gib Pfote" oder "Gib Pratzerl" streckt er den Menschen seine Pfote entgegen und bei "Platz" legt er sich zu Boden. Der männliche Hund ist der Rüde, der weibliche die Hündin und der Junge der Welpe. Die Hündin muss vom Rüden, wenn sie läufig ist, gedeckt werden, damit sie trächtig oder tragend wird und dann ihre Welpen werfen kann. Das Maul ist der Fang, die Lippen sind die Lefzen, der Schwanz die Rute, der weibliche Geschlechtsteil die Schnalle, der männliche das Feuchtglied, das After das Waidlich und die Ohren der Behang. Es gibt den Kettenhund, Hofhund, Schoßhund oder Wachhund, der in der Hundehütte bei Schlechtwetter Unterschlupf sucht oder im Hundezwinger verwahrt ist. Der Hundezwinger ist ein größerer Stall mit einer Hundehütte. Im bäuerlichen Bereich sind die Jagdhunde von großer Bedeutung.

Hier wird wieder ihrem Talent und ihrer Ausbildung entsprechend zwischen Erdhund, Schweißhund, jagenden Hund, Stöber- und Apportierhund und Vorstehhund unterschieden. Als Straßenpotpourri wird ein Mischling bezeichnet, zu dem auch Köter gesagt wird. Ein herumstreunender Köter ist ein Hund ohne Aufsicht und als räudiger Hund gilt auch der, der ungepflegt aussieht oder ein Hund, dem an einigen Körperstellen die Haare ausgegangen sind. "Ein dicker Hund" ist eine Frechheit. So mancher Mensch wird als Lumpenhund, blöder Hund, Himmelhund oder frecher Hund bezeichnet. "Hundsmüde" geht man zu Bett und in der Ehe gibt es Partner, die "treu wie ein Hund" sind. Andere wiederum sind bekannt wie ein "bunter Hund" und so mancher "schwanzelt wie ein Hund um den heißen Brei herum". Ist das Wetter schlecht, reden wir vom "Hundewetter", bei dem man nicht einmal den Hund vor die Tür jagt. Vie- le sind kälteempfindlich wie ein "junger Hund", die es dann wie einen "jungen Hund tscheppart". Vorgesetzte sind oft "scharfe Hunde", während temperamentvolle Typen "wilde Hunde" sein können. Man kann auch ein "Hundeleben" führen und in einem Ort wohnen, "wo nicht einmal ein Hund begraben werden will". Es gibt Menschen, die nichts aus der Ruhe bringt und sich "abbeuteln wie ein nasser Hund". "Hunde", in diesem Fall sind Menschen gemeint, "die laut bellen beißen nicht". Aber auch so mancher Witzereißer kann mit seinen Witzen "keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken" oder "keinen Hund zum Lachen bringen". Menschen, die "nie vor die Hunde gehen" hüten sich auch, "schlafende Hunde zu wecken".

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Es gibt auch eine große Anzahl von Bauernweisheiten, die sich auf den Hund beziehen

"Einem fremden Hund, einem fremden Gaul, einer fremden Frau niemals trau!" "Hüte dich vor dem Hinteren des Pferdes, vor dem Vorderen des Hundes und vor dem Mittleren der Frau!" "Nicht die Schönsten sind die Besten bei den Hunden wie bei den Frauen, ohne viel herumzutesten, kann der Waidmann oder Bauer darauf bauen." "Wer Frauen ohne Fehler sucht und Hunde ohne Mängel, hat nie einen guten Hund im Haus, im Bett nie einen Engel." "So mancher Frau laufen die Burschen nach, wie die Hunde dem Schweiß." Hört man den Ausdruck "der schleicht sich, wie a g'schnittener Hund" so hat das eine tiefgreifende Bedeutung. Das Kastrieren der Hunde erfolgt im ländlichen Raum noch immer auf brutalste Weise. Der Hund wird Kopfüber in ein Fass oder einen Kübel mit Deckel gesteckt, sodass nur der Hundehinterteil mit Geschlechtsteil aus dem Kübel ragt. Dann wird der Deckel fest auf den Hund gedrückt, dass dieser im Kübel fixiert bleibt. Der Hund sitzt nun wehrlos im Kübel und der "Schneider" schneidet nun dem Hund ohne jegliche Betäubung die Hoden heraus. Dies erfolgt nicht beim eigenen Haus, sondern meist beim Nachbarhaus. Hat der "Schneider" seine Arbeit getan, wird der geschnittene Hund aus dem Kübel entlassen. Auf kürzestem Weg läuft der Hund heulend, eine Blutspur nach sich ziehend, dem Heimathaus zu und verkriecht sich dort. Das Nachbarhaus wird dieser Hund, in Erinnerung an den Schmerz, nie mehr betreten. Im eigenen Haus wird der Hund nicht geschnitten, da die Gefahr besteht, dass er für immer weglaufen könnte. Zum Schneiden fixiert kann der Hund auch auf andere Weise werden, indem er im Halsbereich oder bei der Körpermitte durch das feste Zuhalten einer Tür zwischen Türflügel und Türstock eingeklemmt wird. Der Hund kann jetzt weder nach vorne noch zurück und kann so gefahrlos geschnitten werden.

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