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Elektrizitätsversorgungsunternehmen Mureck
O. Kernstock-Allee 11, 8480 Mureck

Elektrizitätsversorgungsunternehmen Mureck auf der Karte darstellen
Betriebsbeschreibung:
"Gemma Strom schau´n !", lautete schon am Abend des 11. Jänner 1913 die Devise: Von weit und breit kamen Menschen mit auf den Obermurecker Schloßberg, um auf Mureck hinunterzuschauen - und das "Wunder" des elektrischen Lichtes zu bestaunen. Das Zeitalter der Elektrizität hatte begonnen...

Nach dem Wunsch der damaligen Murecker Gemeindevertretung wollte man die Stromerzeugung eigentlich schon zur Weihnachtszeit des Jahres 1912 erstmals in Betrieb nehmen. Doch die geplante "Überraschung" mißlang - es gab technische Probleme.

Die große Premiere fand schließlich am 11. Jänner 1913 statt. Dieses Jahrhundertereignis wurde natürlich gebührend gefeiert. Und das "Stromwunder" war noch lange das Gesprächsthema Nummer Eins in Mureck und in weiter Umgebung. Bis es soweit war, waren freilich umfangreiche Vorarbeiten erforderlich, die unter der Führung von Bürgermeister Dr. Anton Schormann in Angriff genommen wurden. Dem E-Ausschuß gehörten damals Anton Prisching , Anton Fürst, Ferdinand Dirnböck und Franz Neumann an.

Projektverfasser und Bauleiter war der Grazer Zivilingenieur Hans Marbler, der zwei Projekte vorlegte. Man entschied sich für die Versorgung des Marktes Mureck mit einer Drehstrom-Niederspannungsanlage.

Das zweite Projekt hätte auch die Umgebung von Mureck, insbesondere das Ziegelwerk Felleiten (nachmals Helfbrunn) einbezogen. Gebietsabgrenzungen gab es damals noch nicht.

Es ward´ Licht im Markt Mureck

Schon am 15. Juni 1912 wurde bei der Sparkasse Mureck ein Darlehen in der Höhe von 135.000 Kronen zur Finanzierung des Vorhabens aufgenommen.

Der Standort der Versorgungszentrale war in einem Stallgebäude am heutigen Lorberplatz vorgesehen. Doch der Nachbar äußerte bedenken, zumal sein Objekt nur 6,5 m entfernt war.

So wurde der Standort um etwa 30 m nach hinten (zum heutigen Kinosaal) verlegt. Der Baustart durch die Firma Paul Ulz erfolgte am 16. August 1912, die bauliche Fertigstellung bereits am 11. Oktober 1912.

Mittlerweile waren auch die Aufträge für den technischen Bereich hinausgegangen: Die Gesellschaft für elektrische Industrie (ELIN), Weiz, lieferte und montierte zwei Drehstrom-Generatoren (Leistung je 48 kVA, Spannung 120/220 V) und baute auch das Verteilernetz samt der Straßenbeleuchtung. Kosten: 48.037 Kronen.

In die Anschaffung von zwei Dieselmotoren mit je 50 PS und von Stahlschwungrädern wurden weitere 41.300 Kronen investiert. Und die erste Bestellung von 15.000 kg Rohöl wurde in Triest aufgegeben.

1925: STEG-Anschluß

Zeitsprung ins Jahr 1925: Nachdem die Ansprüche an die Stromversorgung sehr rasch weiter anstiegen, reichte das eigene, übrigens nur halbtägig betriebene E-Werk nicht mehr aus.

Wieder stand eine gravierende Entscheidung bevor: Anschluß an das E-Werk Julius Meinl in Donnersdorf - oder an das Netz der STEG, das vom E-Werk Lebring gespeist wurde. Der Vertrag wurde mit der STEG abgeschlossen. Es war eine richtige und zukunftssichere Entscheidung!

Die erste Zahlung an die STEG für Stromlieferungen scheint für Dezember 1925 und Jänner 1926 auf und betrug S 545,71. Dem EVU Mureck war damals auch ein Installationsunternehmen angeschlossen, das aber 1932 aufgelöst wurde. Die Versorgung erfolgte über eine Trafostation in der Karl Puntigam-Straße. Eine zweite wurde während des 2. Weltkrieges mit dem Bau der Südtirolersiedlung errichtet.

Erst im Jahr 1954 erfolgte die Umschaltung der Netzspannung von 110 V/Licht und 220 V/Kraft auf 220 V bzw. 380 V.


Zeitgemäße Stromversorgung

Mit dem zunehmenden Wohlstand, der der Zeit des Wiederaufbaues nach dem 2. Weltkrieg folgte, erreichte der Energiebedarf ungeahnte Ausmaße. Um mit dem Bedarf wie auch mit den ständigen technischen Neuerungen Schritt halten zu können, verwirklichte das EVU Mureck große Pläne.

Vor allem im Zusammenhang mit dem Schulbau war es notwendig, das Netz zu verstärken, weitere Trafo- und Verdichtunsstationen zu bauen und den 20-kV-Kabelring um Mureck zu schließen. Die Planung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem technischen Büro der ELIN UNION Graz.

Insgesamt wurden 12 Trafostationen errichtet, die eine störungsfreie Versorgung von Mureck gewährleisten. 1969 wurde im rückwärtigen Teil des ehemaligen Schützhauses ein Neubau für den bislang behelfsmäßig untergebrachten EVU-Betrieb geschaffen. 1980 zog auch die Betriebsleitung in das Hauptgebäude ein.

Mit der Installierung einer Tonfrequenz-Rundsteueranlage der Firma Landis & Gyr, Wien, wurde die Stromversorgung auf den allermodernsten Stand gebracht.

Auch eine EDV-Anlage konnte angekauft werden, mit der die gesamte Finanzbuchhaltung und die Stromverrechnung durchgeführt wird.

Das Bestreben, den Abnehmern stets den optimalen Standard zu bieten, erforderte einen hohen Aufwand: von 1968 bis 1986 wurden insgesamt stattliche 26,5 Millionen S investiert!

Das letzte große Projekt stellte die Verkabelung aller Niederspannungsleitungen dar. Damit wurde nicht zuletzt ein Beitrag zur Ortsbildverschönerung geleistet. Schon seit einigen Jahren sind nunmehr in Mureck alle Leitungsmasten verschwunden. Die Straßenbeleuchtung wurde generell auf schmucke Kandelaber umgestellt.
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