lifelineMDD – Wiederherstellung des Flussraums im weltweit ersten 5-Länder-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau

 

lifelineMDD, ein Projekt aus dem Danube Transnational Programme (DTP) der Europäischen Union, hat sich die Verbesserung des Flussraums im zukünftigen weltweit ersten 5-Länder-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau, der sich über Österreich, Slowenien, Ungarn, Kroatien und Serbien erstreckt, zum Ziel gesetzt. Gelingen soll dies durch eine sektorübergreifende Partnerschaft sowie die Implementierung von Renaturierungsmaßnahmen.

 

Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Serbien – Der Startschuss des Projektes lifelineMDD erfolgte offiziell am 7. Juli 2020 im Rahmen eines Online Kick-offs. In den nächsten 2,5 Jahren arbeiten 12 Projektpartner, darunter auch das Regionalmanagement Südoststeiermark. Steirisches Vulkanland sowie weitere 18 begleitende Partner aus unterschiedlichen Bereichen, an der Verbesserung der Biodiversität im zukünftigen weltweit ersten 5-Länder-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau.

Die Entwicklung des strategischen, ganzheitlichen Ansatzes zur Flussrenaturierung innerhalb des geplanten 5-Länder-Biosphärenparks basiert auf wissenschaftlichen Studien zur Fisch- und Flussvögel-Population sowie Sedimenttransport und Daten zum Klimawandel. Ein sektorübergreifender Lernprozess zwischen Naturschutz und Wasserwirtschaft, basierend auf drei Pilot-Renaturierungsmaßnahmen, soll institutionelle Kompetenzen sowie die Kooperation zwischen den Projektpartnern verstärken.

Die Einbeziehung von NGOs auf regionaler und auf Landesebene sichert mit Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung der Bevölkerung  der jeweiligen Region und die Nachhaltigkeit der Ergebnisse.

Mit der ganzheitlichen, grenzüberschreitenden Strategie zur Flussrenaturierung basierend auf wissenschaftlicher Forschung, Pilot-Maßnahmen und gemeinschaftlichem Lernen leistet lifelineMDD einen großen Beitrag zum Ziel, ökologische Korridore zu schützen, wiederherzustellen sowie die Kooperation zwischen relevanten AkteurInnen grenzüberschreitend zu intensivieren.

 

PROJEKTINFORMATION

 

lifelineMDD ist ein EU ko-finanziertes Projekt durch das Danube Transnational Programme der Europäischen Union (ERDF und IPA Mittel).

Projektzeitraum: 01.07.2020 bis 31.12.2022. Das Gesamtbudget beträgt € 2.987.829,19, aufgeteilt auf 12 Projektpartner.

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Ausblick: UNESCO 5-Länder-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau

Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Serbien haben im April 2020 einen UNESCO Antrag eingereicht, um den ersten 5-Länder-Biospährenpark weltweit zu bilden. Die offizielle Anerkennung des 5-Länder-Biosphärenparks durch die UNESCO wird für Juni 2021 erwartet.

Mit einer Gesamtfläche von 930.000 Hektar und einer Länge von 700 Kilometern wird die Natur und Tierwelt entlang der Mur, Drau und Donau zum größten Flussschutzgebiet Europas. Die Basis für die Anerkennung wurde 2011 gelegt, als die UmweltministerInnen aller fünf Länder eine gemeinsame Erklärung zur Etablierung des grenzüberschreitenden Reservats unterzeichneten. Im Jahr 2012 wurde den Flusslandschaften in Kroatien und Ungarn der Status Biosphären-Reservat bewilligt, gefolgt von jener in Serbien (2017), Slowenien (2018) und Österreich (2019). Die gemeinsame Anerkennung verbindet alle fünf Einzelteile zu einem zusammenhängenden Schutzgebiet. Die streng geschützte Kern- und Puffer-Zone, welche aus 13 einzelnen Schutzgebieten besteht, nimmt eine Fläche von 280.000 Hektar ein. Sie ist umgeben von 650.000 Hektar an Übergangszone.

Ergänzend zur großen Artenvielfalt sind Flüsse und Überschwemmungsebenen essenziell für die Gemeinden vor Ort. Für lokale Fischer in Partnerregionen stellt die Fischpopulation ihre Lebensgrundlage dar. Die großflächigen Überschwemmungsebenen mindern das Hochwasserrisiko, sichern wertvolles Grundwasser sowie seine Selbstreinigungsfunktion, die wiederum essenziell für Trinkwasser, Wälder und Landwirtschaft ist. Die Bevölkerung kann Erholungs- und Freizeitaktivitäten entlang der Flüsse genießen.

Projektpartner

  • World Wide Fund for Nature Austria – WWF Austria, Austria
  • University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna, Austria
  • Regionalmanagement Südoststeiermark. Steirisches Vulkanland, Austria
  • Office of the Styrian Government – Department 14 Water Management, Resources and Sustainability, Austria
  • Institute of the Republic of Slovenia for Nature Conservation, Slovenia
  • Municipality of Velika Polana, Slovenia
  • WWF Adria – Association for the protection of nature and conservation of biological diversity, Croatia
  • Public institution for management of protected parts of nature in Varaždin County, Croatia
  • World Wide Fund for Nature Hungary, Hungary
  • World Wide Fund for Nature Adria – Serbia, Serbia
  • Institute for Nature Conservation of Vojvodina Province, Serbia
  • Pomgrad – water management company, Slovenia

Kooperationspartner

  • International Commission for the Protection of the Danube River, Austria
  • Austrian National Committee for UNESCO´s “Man and the Biosphere” Programme, Austria
  • Federal Ministry for Sustainability and Tourism, Directorate I/10 Flood Control Management, Austria
  • Ministry of the Environment and Spatial Planning, Environment Directorate, Slovenia
  • Slovenian Water Agency, Slovenia
  • Croatian Waters, Water Management Department for the Mura and Upper Drava Rivers, Croatia
  • Public Institution for Management of Protected Natural Areas in the Koprivnica Križevci County, Croatia
  • Ministry of Environment and Energy, Croatia
  • Public Institution Nature Park Kopački Rit, Croatia
  • West-Transdanubian Water Directorate, Hungary
  • South-Transdanubian Water Management Directorate, Hungary
  • Balaton-felvidéki National Park Directorate, Hungary
  • Deputy State Secretariat for Nature Conservation, Ministry of Agriculture, Hungary
  • Public Enterprise “Vojvodinašume” Petrovaradin, Serbia
  • Provincial secretariat for urban Planning and Environmental protection, Serbia
  • Ministry of Environmental Protection of the Republic of Serbia, Serbia
  • Bavarian State Ministry of the Environment and Consumer Protection, Germany