Das waren die Innovationspreisträger:innen 2026
20. Januar 2026
Kategorie Kulinarik
Der Innovationspreis des Steirischen Vulkanlandes in der Kategorie Kulinarik wurde in der neuen, repräsentativen Aula der Mittelschule Gnas verliehen. Und der große Sieger des Abends war St. Anna am Aigen. Die Marktgemeinde präsentierte sich „in full effect“. Andrea Scharl vom gleichnamigen Weinhof in Plesch holte gemeinsam mit ihrer Schwester Heidemarie Sudy den Hauptpreis des Abends. Ihre Kreation der „Amarie“ als alkoholfreier „Sprudelersatz“ begeisterte die Jury. Nicht nur das Design, sondern auch die raffinierte, trinkfreudige Kreation und die frühzeitige Integration des „Alkoholfrei-Trends“ ins Weingut überzeugten. Und auch einer von gleich drei dritten Plätzen ging nach St. Anna. „Milchmädchen“ Sonja Trummer holte sich den Stockerlplatz mit ihrem frisch entwickelten „Ziegenmilch-Karamell“. Prädikat „Suchtfaktor“, wie sie versicherte. Der Verein Sekt Anna, ebenfalls in der Weinbaugemeinde beheimatet, wurde für die kreative Kooperations- und Vermarktungsidee, eine „Grand Reserve“ jahrelang in vulkanischem Boden zu vergraben, um sie schließlich als Sekt, der aus dem vulkanischen Grund emporsteigt, zu verkaufen, mit dem Kooperations- und Vermarktungspreis ausgezeichnet. Bürgermeisterin Andrea Pock war sichtlich begeistert, dass der diesjährige Kulinarik-Innovationspreis einen starken Fokus auf St. Anna legte.
Erstmals Hauptpreis für Schule
Erstmals ging ein zweiter Platz im Wettbewerb um die innovativsten verwirklichten Kulinarik-Ideen an eine Schule, nämlich an die Fachschule Schloss Stein in Fehring. Direktorin Ulrike Prutsch nahm die Urkunde mit ihren Schülerinnen und Fachlehrerin Lena-Marie Pregartner für die Erfindung des „Steirer Bao“ mit eiweißreichem Käferbohnen-Tempeh entgegen.
Süße Pilze am Stockerl
Ein weiterer dritter Platz ging an keine Unbekannte, wenn es um Innovationsbewerbe geht. Michaela Friedl aus St. Stefan im Rosental überzeugte mit ihren karamellisierten, süßen Pilzen. Eine Kollaboration mit Zotter Schokolade. Sie war 2021 die Siegerin in der Kategorie Kulinarik.
Regionale Kiwi-Kreation
Und auch Christina und Bernhard Thir mit ihrer Marke „Thir zu liebe“ aus Riegersburg sicherten sich den dritten Platz. Sie schufen mit ihren Mini-Kiwis ein durch und durch regionales Erfrischungsgetränk mit dem klingenden Namen „Wildgrün“.
Hochzeit der Aromen
Einen weiteren Sonderpreis, nämlich den für die Erlebnismanufaktur 2026, bekam Michaela Stangl vom gleichnamigen Obsthof in Paurach bei Feldbach überreicht. Ihr konsequentes „Food-Pairing“ und ihre Suche nach dem genussvollen, wie sie es nennt „Mariage-Effekt“, beeindruckten. Wobei die wissenschaftliche Definition des „Mariage-Effekt“ auch das gemeinschaftliche Essen als Kultur- und Gesundheitsfaktor meint. Und auch dieser Definition wird sie in ihren Verkostungen in bester Weise gerecht.
Hotelfachschule geht neue Wege
Das Business-Angel-Modell der Bad Gleichenberger Tourismusschule wurde mit dem Sonderpreis „Chancengleichheit“ ausgezeichnet. Potente Wirtschaftskapitäne übernehmen darin die Patenschaft für Schüler, die sich die private Hotelfachschule sonst kaum leisten könnten.
Mittelschule setzt auf Honig
Und die Mittelschule Gnas unter der Führung von Direktor Georg Kaufmann wurde für ihre Kooperation mit den Imkern der Gemeinde und der Schaffung eines gesunden Schulgetränkes, der „Go Gnas Honiglimonade“, gemeinsam mit Imker Josef Niederl mit dem Schulinnovationspreis ausgezeichnet.
Leberkäse mit dem gewissen Etwas
Samuel Friesinger von der Friesinger Handel und Marketing GmbH freute sich über den Sonderpreis „Produkt kreativ“. Der „Vitalleberkäse Magnesium plus“ wird mit magnesiumreichem Radkersburger Mineralwasser erzeugt und sei damit ein vitales Genussmittel, wie Friesinger versicherte. Er ergänzte augenzwinkernd: „Wenn man Ketchup und Semmel weglässt, ist er ganz besonders vital.“
Genussvoller Spaziergang
Die Stadtgemeinde Feldbach holte schließlich mit dem „kulinarischen Spaziergang“, der die Gastwirte der Innenstadt vereint, einen Kooperationspreis. Der Spaziergang werde mittlerweile bestens angenommen, so Vizebürgermeisterin Sonja Skalnik. An die drei Stunden müsse man sich für den genussvollen Rundgang Zeit nehmen. Eine Gruppe habe für den lukullischen Schlenker durch die Stadt aber auch schon 18 Stunden gebraucht, wie Sprecherin Michaela Stangl schmunzelnd anmerkte.
Längst keine Verliererregion
Vulkanland-Obmann Josef Ober attestierte zu Beginn der Verleihung: „Wir sind keine Verliererregion. Wir sind die Region mit der höchsten kulinarischen Dichte in Europa.“ Die aktuelle Preisverleihung sei eine eindrucksvolle Bestätigung dieser Aussage. Es war die 64. Verleihung im 22. Jahrgang des Preises. Rund 580.000 Euro an Preisgeld wurden bis dato ausgeschüttet.






















