Innovationspreisverleihung Lebenskraft 2026

10. Februar 2026

Mit dem Refugium am Wald zum Sieg

Die 65. Innovationspreisverleihung fand in der Volksschule Pirching am Traubenberg statt. Die vorbildlich sanierte Schule war bereits 2021 mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden. Nun wurden im Turnsaal die Sieger der Kategorie Lebenskraft gekürt.
Das Refugium am Wald der Familie Christandl am Kalvarienberg in Feldbach siegte beim diesjährigen Bewerb. Ihr Gästehaus spielt alle Stückerl und ist auch in Sachen nachhaltiger Energieaufbringung ein Pionierprojekt. Der Imkerei Wapper mit Karoline Feiertag und René Suppan aus Pirching am Traubenberg wurde für ihre ganzheitliche Naturheilkunde bzw. Api-Therapie in ihrem „Bienenhaus“ der zweite Platz zugesprochen. Drei dritte Plätze gab es für zwei kirchliche Innovationen. Für die Regionalisierung des Messweines des Seelsorgeraumes Feldbach und seine Findung mittels Verkostung nahm Pfarrer Markus Schöck die Urkunde entgegen. Franz Treichler schließlich bekam die Urkunde für den dritten Platz für das „himmlische Urlaubsdomizil“ in Tieschen, das noch dazu auf nachhaltige Energieaufbringung achtet, überreicht. Konkret geht es um die wirtschaftlich vertretbare Nachnutzung des Pfarrhofes. „Bis zu 1.000 Nächtigungen können wir verbuchen“, freut sich Treichler über den regen Zuspruch.
Bio-Pionier Josef Eibler aus Manning wurde für sein Lebenswerk geehrt. Er hat sein Leben dem Biolandbau gewidmet und ist auch mit beinahe 80 Jahren noch immer hochinnovativ. So beschäftigt er sich aktuell mit dem großangelegten Gemüsebau mittels subtiler Terrassierung.
Einen Kooperationspreis gab es für den Verein „Vulkanlandtalente“, der vulkanlandweit 120 Kinder vereinsübergreifend trainiert und damit zur Höchstleistung anspornt. Die Stadtgemeinde Fehring bekam einen Sonderpreis Stadtentwicklung für die in einem Entwicklungsverein gebündelte Initiative „Fehring macht glücklich“. Und Direktor Gunter Wiflinger wurde für die Etablierung eines Schwerpunktes „Wirtschaft“ und des Schulversuches „IT und Lehre“ mit dem Schulentwicklungspreis ausgezeichnet. Einen Sonderpreis für kreativen „Erlebnishandel“ gab es für Jasmin Gutl von Prinz und Engel retro. Sie schafft es in hervorragender Weise, Anbieter zu vernetzen. Laudator und Juryvorsitzender Christian Krotscheck dazu: „Ihr Wesen kennt keine Kunden, nur Freunde.“ Den Sonderpreis „Inklusion“ bekam die Bücherei Straden gemeinsam mit der Lebenshilfe. Jeden ersten Freitag spielt in der Bücherei die inklusive BIM-Band auf. Für die innovative jugendliche Veranstaltungskultur gab es für die „Soluna-Events“ von Elena Reindl und Daniel Himmler aus Halbenrain bzw. Feldbach ebenfalls einen Sonderpreis. Und schließlich nahm Viktoria Hirtl vom Wirtschaftsbund federführend für das Veranstaltungskomitee des Stradener Wirtschaftsspektakels den Sonderpreis „Marktentwicklung“ entgegen. Einen Schulinnovationspreis gab es für die Tourismusschulen Bad Gleichenberg. Ihr Charity-Projekt „Pusteblume – Träume fliegen lassen“ wurde zur Gänze von den Tourismusschülern abgewickelt und brachte über 32.000 Euro für „Make a Whish Österreich. Hier wird schwerkranken Kindern ein Herzenswunsch erfüllt.
„Der heutige Abend zeigt, wie viel Lebenskraft in dieser Region steckt“, freute sich Vulkanland-Obmann Josef Ober. „Unserer Region wurde zu Beginn der Vulkanland-Entwicklung keine Zukunft gegeben. Heute sind wir ein Raum, in dem die Innovation von vielen inspirierten Menschen eigeninitiativ kommt.“