Modellregion mit Beispielwirkung für mehr Resilienz in unsicheren Zeiten
12. März 2026
Die Modellregion für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft lud zum Abschlussforum – Mission erfüllt – volle Kraft voraus
Die gekommenen Fördergeber waren sichtlich beeindruckt. Die Umsetzungserfolge der Modellregion für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft im Vulkanland seien mehr als motivierend, so etwa Gottfried Lamers vom früheren Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Das Abschlussforum zur Modellregion zog im Zentrum Feldbach Bilanz. Bernd Vogel vom Klimafonds verdeutlichte die Bedeutung von Modellregionen, die sich in Resilienz, also in der Widerstandsfähigkeit etwa hinsichtlich Energie und Lebensmittelproduktion, üben könnten. Dabei gehe es aber nicht nur um vermeintlich bessere Preise, sondern insbesondere um die Versorgungssicherheit. Und auch Josef Goldberger vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft und Valerie-Sophie Schönberg vom Circular Economy Forum Austria schlugen in dieselbe Kerbe. Nun gehe es darum, so Schönberg, vom Modell in die Skalierung zu kommen, also in wirtschaftlich attraktive Zukunftsmodelle.
Und genau hier zeigte Reinhard Puntigam, Professor an der Fachhochschule Südwestfalen mit Vulkanland-Wurzeln, dass sich Nachhaltigkeit auch im wirtschaftlichen Erfolg niederschlagen könne. Er hat im Rahmen einer Versuchsreihe in der regionalen Schweinemast gezeigt, dass man bei gleichem Masterfolg den ökologischen Fußabdruck „auf Kinderschuhniveau“ bringen könne. Dabei gälte insbesondere in der Fütterung die Regel „Optimum vor Maximum“. Der für das Projekt regional verantwortliche Wissenschaftler Christian Krotscheck bilanzierte, dass man im Rahmen der Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft knapp 100 Prozesse hinsichtlich Nachhaltigkeit auf Herz und Nieren geprüft habe und alleine die konsequente regionale und saisonale Ernährung den Fußabdruck halbiere. Soja könne dabei eine wichtige Rolle spielen. Die wiederum strich Karl Fischer vom Verein Soja aus Österreich heraus.
Vulkanland-Obmann Josef Ober verdeutlichte den Ansatz der Inwertsetzung und visionsgesteuerten Regionalentwicklung als Zukunftsmodell für Regionen, in denen die Widerstandskraft gegenüber globaler Krisen wachsen müsse. Sein Dank galt insbesondere den Projektverantwortlichen, insbesondere Michael Fend, Christian Krotscheck und Martina Lepschi, in der Region: „Wir haben im Vulkanland eine enorme regionale Kompetenz aufgebaut. So wurde auch der Modellregionsantrag zur Gänze von regionalen Experten geschrieben.“ Und der war schließlich für die Jury der mit Abstand beste Ansatz für eine erfolgreiche Modellregion für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft.
Im Anschluss sorgte Ferdinand Bauernhofer von Löke in Lödersdorf für eine nachhaltiges Buffet.
(c) Roman Schmidt





























