„Boden von dem wir leben“

7. Dezember 2018

Boden von dem wir leben – er lebt, trägt, schützt und ernährt!
Unser Boden ist die Grundlage allen Lebens! Unsere Lebensmittel und sauberes Wasser sind direkt von einem gesunden Boden abhängig. Eine besonders wichtige Rolle spielt der Boden auch in Zusammenhang mit dem Klimawandel: Der Boden ist nicht nur für das Kleinklima mitentscheidend, er ist auch der größte natürliche CO2-Speicher und damit unsere beste Chance, den Klimawandel einzudämmen! Aber auch im Umgang mit dem Klimawandel ist ein fruchtbarer und intakter Boden unverzichtbar: Mit seiner enormen Wasserspeicherkapazität kann er ebenso Starkniederschläge speichern und Überschwemmungen verhindern, wie auch lange Trockenperioden abfedern!

Um den Boden und seine enorme Bedeutung stärker ins Bewusstsein zu bringen, organisieren das Steirische Vulkanland und die KLAR (Klimawandel-Anpassungs-Modellregion) Mittleres Raabtal, bestehend aus den Gemeinden Feldbach, Paldau und Eichkögl, gemeinsam ein umfassendes Programm für den Boden, das direkt an die bereits 2013 beschlossene Bodencharta anknüpft. Unter dem Leitsatz „Boden von dem wir leben“ werden hochkarätige Experten zu Vorträgen und Praxisterminen in der Natur eingeladen, um gemeinsam mehr über eine humusfreundliche Bodenbewirtschaftung zu lernen und unterschiedliche Ansätze zu diskutieren.

Mitte November fand bereits die Auftaktveranstaltung des Programmes „Boden von dem wir leben“, welches mit Vorträgen, Stammtischen, Feldtagen und Symposien von Dezember 2018 bis Mai 2019 gefüllt ist, im Zentrum in Feldbach statt. Univ.-Prof. DI Dr. August Raggam, Gerald Dunst (Ökoregion Kaindorf) und Dr. Wilfried Hartl (Bioforschung Austria) referierten über den „Humusaufbau als Chance für die Landwirtschaft im Klimawandel“. Knapp 160 Personen folgten den Beiträgen der Referenten über das „WARUM“ gerade der Humus eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft gegen den voranschreitenden Klimawandel spielt. Auf den Punkt gebracht wurde die derzeitige Position der Landwirtschaft im Hinblick auf den Klimawandel mit folgender Aussage: „…jahrelang wurde die Landwirtschaft für ihre Bewirtschaftungsformen kritisiert und als Verursacher des Klimawandels zur Verantwortung gezogen – jetzt hat sie die Chance, sich mit einer nachhaltigeren Bodenbewirtschaftung und qualitativer Ernte als treibende Kraft im Kampf gegen den Klimawandel zu positionieren!“.

Passend zum Thema der Auftaktveranstaltung fand am 26. November die Filmvorführung „Humus – Die vergessene Klimachance“, ein Film der Ökoregion Kaindorf, im Kino Feldbach mit einer Beteiligung von rund 130 Personen statt. Im Anschluss daran folgte eine Diskussion mit Geschäftsführer Gerald Dunst (Ökoregion Kaindorf) über die im Film aufgezeigten Lösungen.

 

 

 

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